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Neuigkeiten

  • 2019
    Michael Lörzer | Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB)

    Eröffnung des Kultur- und Wissensportal für Thüringen | kulthura

    Anne Seele (ThULB Jena)

    Mit der Eröffnung eines digitalen Kultur- und Wissensportals für Thüringen stehen wir nicht am Ende, sondern an einem neuen Ausgangspunkt für die themen- und objektbezogene und dabei institutionsübergreifende Präsentation der digitalisierten Kunst-, Kultur- und Wissensobjekte Thüringens. Insbesondere Bibliotheken, Archive und Museen gehören zu den Institutionen, die das geistige kulturelle Erbe des Freistaates verwalten und damit einen aktiven Beitrag zur Identitätsstiftung leisten. Dieses Erbe zentral sichtbar zu machen, die Vielfalt und Vielschichtigkeit der Thüringer Kultur- und Wissenschaftslandschaft virtuell erlebbar zu gestalten und dabei digitale Objekte und Dokumente von nationaler und internationaler Bedeutung zu präsentieren, ist eine der zentralen Funktionen des Kultur- und Wissensportals Thüringen. Über eine Million Datensätze und Digitalisate in 2D und 3D von über 100 Thüringer Einrichtungen werden im Portal nachgewiesen und online präsentiert.

    Die Erfassung und Speicherung der Daten erfolgt in den verschiedenen Thüringer Quellsystemen. Das sind vor allem die auf dem MyCoRe-Framework basierenden UrMEL-Anwendungen der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB), die zentrale digiCULT-Anwendung für die Thüringer Museen und die Goobi-Anwendung der Herzog Anna Amalia Bibliothek in Weimar.

    Das Portal ist Projektwebseite und Sucheinstieg zugleich. Es bietet die Möglichkeit, Dokumente, Daten und Texte miteinander zu vernetzen und ermöglicht eine bestandsübergreifende gemeinsame Suche über alle Sammlungen und Objekte. Die Integration des Portals in eine vorhandene Infrastruktur, die initial bereits für den Aufbau des Reformations-, des Theaterzettel-, des Parlamentsschriften- und weiterer Spezialportale verwendet wurde, garantiert die Nachhaltigkeit und Sichtbarkeit des Projektes.

    Zur lokalen Identitätsbildung besteht für die Projektpartner die Möglichkeit, mit geringem Aufwand ihre Daten aus dem Portal heraus in den eigenen Webauftritt zu integrieren.

    Zusätzlich zu dem Portal stellt die ThULB ihren Partnern eine komplexe Digitalisierungsinfrastruktur für Metadaten, 2D- und 3D-Digitalisate bereit. In Kombination mit den dazugehörigen Erfassungs- und Speichersystemen und einer Anbindung an das im Aufbau befindliche Thüringer Langzeitarchivierungssystem steht dies prototypisch für eine langfristige Thüringer Präsentations-, Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur.

    Durchschreiten Sie unser Portal! Schauen Sie sich um! Suchen und Finden Sie in den digitalen Kultur- und Wissensschätzen Thüringens! Es lohnt sich und ist jedes Mal aufs Neue ein Erlebnis!

    Michael Lörzer (Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek | ThULB)

    2019
    Carsten Resch (JUSTORANGE) | Dr. Andreas Christoph (ThULB)

    kulthura | GLAMouröse Aktivitäten

    Im Sommer 2018 nahm eine Idee konkrete Züge an: Institutionenübergreifend sollten Kultur-Metadaten und zugehörige Digitalisate aus Thüringer Sammlungen, Bibliotheken, Archiven und Museen zusammengeführt und über eine einheitliche Suchmaske verfügbar gemacht werden. Sowohl für die Forschung und Fachwissenschaft, als auch für die vielseitig interessierte Öffentlichkeit. Die Herausforderung dabei war, einen kulthura-eigenen Standard zu entwickeln. Der notwendige Schritt dafür ist die Harmonisierung der verfügbaren Daten. Dies erfordert Regelwerke für den Datentransfer und Schnittstellen für den Export und Import. Durch das Mapping, also das Aufeinanderpassen von Informationsinfrastruktur und Datenformat ist es möglich, umfangreiche Datensets, ja Millionen von Daten, zunächst darstellbar und zudem recherchierbar zu machen. Ein übergreifender Objekttypindex ermöglicht präzises Suchen ebenso wie FuzzySearch.

    Was nun in einer Beta-Version funktioniert, erforderte zunächst eine intensive Bereinigung der heterogenen Datensätze, Anpassung von Schnittstellen und Konzeption, Entwicklung und Realisierung eines Facettenkonzeptes, um Daten und Digitalisate GLAMourös zu machen. GLAM bedeutet im internationalen Cultural Heritage-Sprachgebrauch Galleries, Libraries, Archives and Museums – jene Institutionen, die kulturelles Erbe verwahren, erforschen und präsentieren. Über 100 Thüringer Kultureinrichtungen haben für das kulthura-Projekt Daten und Digitalisate zugeliefert. Durch die Einbindung und Anpassung von Normdaten (wie GND, VIAF oder Geonames) können die Bestände langfristig und nachhaltig vernetzt und dadurch völlig neue Suchvarianten ermöglicht werden. Neben dem klassischen Suchschlitz sind auch Facettierungen, also gezielte Suchspezifikationen möglich. Ergänzt und erweitert werden definierte Geo-Koordinatensets und Zeitstempel für Orts- und Zeitsuchen, ob punktgenau oder in einem bestimmten Umkreis. Sämtliche Metadaten und die zugehörigen Digitalisate bekommen einen Persistent Identifier (DOI, URN [...]) und sind damit langfristig und nachhaltig verfügbar.

    kulthura ist ein dynamisches System. Es profitiert von der Digitalisierung der Thüringer Kultur- und Wissensbestände und deren virtueller Verfügbarmachung. Es erfordert zugleich Disziplin, Daten standardkonform zu erfassen, über Schnittstellen zu vernetzen und einen allumfassenden Zugriff zu ermöglichen. Die beta-Version wird dazu immer noch weiterentwickelt, Bugs werden gefixt, neue Bestände kommen dazu.

    GLAMourös vereint kulthura digitale Bestände über Institutionen hinweg. Wir laden Sie herzlich dazu ein, uns auf diesem Weg mit Anregungen und Kritik zu unterstützen.

    Dr. Andreas Christoph | Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB)

    kulthura | Newsfeed

    JUSTORANGE

    An dieser Stelle informieren wir in loser Folge über die neuesten Kultur- und Wissensschätze Thüringens, die Sie in digitaler Form erleben können. Neben kurzen Einblicken in die verwahrenden Institutionen wollen wir Ihnen die Vielfalt der Museums-, Bibliotheks- und Archivobjekte in Thüringer Kultureinrichtungen präsentieren. Ausgewählte Stücke können Sie bis ins kleinste Detail digital erfahren. Zugleich besteht die Möglichkeit, mit den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern aus den Einrichtungen in Kontakt zu treten. Der Weg vom Objekt, welches bislang oftmals nur unter erschwerten Bedingungen aus Magazinen und Depots hervorgeholt werden konnte, über die Verfahren und Technologie der Digitalisierung bis hin zu den Möglichkeiten der virtuellen Präsentation und Erforschung werden Ihnen in speziellen Objektbiographien vorgestellt.

    Auf dem Weg zur Kultur 4.0 stehen wir Ihnen jederzeit für Rückfragen, Vorschläge und Kritik zur Verfügung. Bitte nutzen Sie dieses Angebot, denn das Kultur- und Wissensportal Thüringen soll zu dem prominenten Schaufenster der digitalen Bestandspräsentation der Thüringer Museen, Bibliotheken und Archive weiterentwickelt werden.

    Mario Schlapke | TLDA, Referat Archäoinformatik

    Digitale Spuren hinterlassen ...

    Das Portal „Herausragende archäologische Denkmale in Thüringen“ bietet allen Interessierten einen digitalen Zugang zum archäologischen Erbe im Freistaat Thüringen. Es sind sowohl obertägig sichtbare Bodendenkmale als auch herausragende archäologische Fundstellen enthalten. Basis hierfür sind die bisher erschienenen „Archäologischen Wanderführer Thüringen“. Für die Nutzung, sowohl von allgemein Interessierten als auch durch Fachbesucher, stehen vielfältige thematische, chronologische und geobasierte Recherche- und Navigations­möglichkeiten zur Verfügung. Das Portal wird vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) in Kooperation mit der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena (ThULB) betrieben. Weitere Kooperationspartner sind der Thüringer Museumsverband e.V. (MVT) und die Archäologische Gesellschaft in Thüringen e.V. (AGT). Die Entwicklung erfolgte ab 2016 mit Mitteln des Freistaats Thüringen. Der digitale Bestand des Portals wird fortlaufend erweitert.

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